4.7.3 Protokoll : Siemens SINAUT ST7


 

Telegrammstruktur

Das SINAUT ST Protokoll verwendet in Anlehnung an die Normen DIN19244 und IEC60870 die Formatklasse FT1.2, FT2 und FT2+. In LIAN 98 ist zur Zeit nur die Formatklasse FT1.2 realisiert. Formate mit fester und variabler Länge sind ebenso wie die Einzelzeichen E5H und A2H zulässig.

Jedes Telegramm besteht aus einzelnen UART Zeichen, mit einem Startbit, 8 Bit Information, 1 Paritätsbit und einem Stoppbit. Die Übertragung der Zeichen erfolgt nach dem Prinzip "LSB first". Es handelt sich um ein asynchron Protokoll mit der Hammingdistanz = 4. Durch das Paritätsbit im Asynchronzeichen ist bereits jedes Byte mit d = 2 gesichert. Der durch die Blocklänge gekennzeichnete Telegrammteil wird zusätzlich mit einer Prüfsumme gesichert, womit für diesen Teil des Telegramms eine Hammingdistanz von d = 4 erreicht wird. Da das Startzeichen und die Blocklänge nicht in der Prüfsuume enthalten sind, werden sie 2mal übertragen und damit die gleiche hohe Übertragungssicherheit von d = 4 erzielt. Die Prüfsumme ist die arithmetische Summe über alle Anwenderdatenbytes.

 

Information zum Aufbau des Telegramms siehe
<SINAUT ST7 : Telegrammstruktur>

 


SINAUT ST7 : Konfiguration

 

 

Über den unteren Button ( Kanal 1 ...12 ) sind folgende Einstellungen möglich :

 

Die einzelnen Zeichen bestehen aus einem Start-Bit ( binär = 0 ), 8 Informationsbits, einem Paritätsbit ( normalerweise gerade ) und einem Stopp-Bit ( binär = 1 ).

 

Schnittstelle

Jedem Kanal kann eine beliebige COM-Schnittstelle ( COM 1 bis COM 24 ) zugeordnet werden.

Modem

Für jeden Kanal kann ein eigenes Modem installiert und angeschlossen sein. LIAN 98 bearbeitet bis zu zwölf Modems gleichzeitig im Bereich von COM1 bis COM24. Es wird das Modem angezeigt, welches dem eingestellten COM-Port zugeordnet ist. Normalerweise kennt LIAN 98 diese Zuordnung und stellt selbst das richtige Modem ein.

Setup Modem

Einstellungen für das Modem müssen generell über die WINDOWS Systemsteuerung "Telefon und Modemoptionen" durchgeführt werden. Über diesen Button kann man die Modem-Einstellungen nochmals überprüfen, ob sie mit der LIAN 98 Konfiguration übereinstimmen.

Verbindungsart
Vollduplex :

Achtung, für die Aufzeichnung ( Mithörbetrieb ) sollte immer Vollduplex eingestellt sein !

Die meisten Modems sind vollduplex und können Daten gleichzeitig in beide Richtungen übertragen. DTE ( LIAN 98 ) und DCE ( Modem ) arbeiten also simultan als Sender und Empfänger. Keiner der beiden Sender muss auf eine Sendefreigabe durch den Partner warten. Die Signale RTS und CTS sind also ohne Bedeutung. LIAN 98 setzt zwar die Signale RTS und DTR auf 1 solange es sende- und empfangsbereit ist, wertet dabei aber die Signale CTS und DSR nicht aus.

Halbduplex :

Bei der Halbduplexverbindung können sowohl DTE ( LIAN 98 ) als auch DCE ( Modem ) als Sender und Empfänger arbeiten, wobei nur eine einzige Datenleitung ( 2-Drahtverbindung ) zur Verfügung steht, die nur abwechselnd zum Senden oder Empfangen benutzt werden kann. Zur Verteilung der Rollen als Sender oder Empfänger dienen die Steuersignale RTS und CTS. Wenn LIAN 98 als Sender arbeiten möchte, aktiviert es das Signal RTS und wartet auf die Bestätigung über das Signal CTS vom Modem. Erhält LIAN 98 das Signal CTS werden die Daten gesendet und anschliessend das RTS-Signal zurückgenommen. In allen anderen Fällen abeitet LIAN 98 ausschliesslich als Empfänger.

Solange die LIAN 98 Software sende- und empfangsbereit ist setzt es das Signal DTR aktiv um dem Modem die Betriebsbereitschaft der DTE anzuzeigen, und erwartet ebenso vom Modem ein aktives DSR-Signal.

RTS-Vorlaufzeit

0 ... 1000 msec
Der Parameter ist nur für die Verbindunsart "halbduplex" von Bedeutung und wird durch das Einschwingverhalten der verwendeten Übertragungstechnik bestimmt.
Die RTS-Vorlaufzeit ist der Zeitraum von der Aktivierung des RTS-Signals bis zur Übertragung des ersten Zeichens und ist für Modems anwendbar die "kein CTS-Signal" zurückliefern. In diesem Fall, muss auch durch eine Lötbrücke im Monitor-Kabel das "RTS-Signal" über die "CTS-Leitung" zum PC zurückgeführt werden. Abhängig von dem verwendetem Modem ist es möglicherweise auch notwendig, zusätzlich den DTR-Pin mit dem DSR-Pin zu verbinden.
Diese Funktion ist deaktiviert, wenn die Vorlaufzeit und auch die Nachlaufzeit auf NULL gesetzt ist und somit die Steuersignale vom Modem ausgewertet werden.

RTS-Nachlaufzeit

0 ... 1000 msec
Der Parameter ist nur für die Verbindunsart "halbduplex" von Bedeutung und wird durch das Ausschwingverhalten der verwendeten Übertragungstechnik bestimmt.
Die RTS-Nachlaufzeit ist der Zeitraum nach der Übertragung des letzten Zeichens bis zum Löschen des RTS Signals.
Diese Funktion ist deaktiviert, wenn die Vorlaufzeit und auch die Nachlaufzeit auf NULL gesetzt ist.

 

Baudrate

Übertragungsgeschwindigkeit : 25 - 115200 Baud ( variabel )

Datenbyte

8 Bit ( fest )

Stopp Bit

1 Bit ( variabel )

Parität

gerade ( variabel )

Timeout

1 - 9999 msec ( variabel )

 

Übertragungsprozedur
S : symmetrisch,
Punkt-zu-Punkt

Wenn die symmetrische Übertragungsprozedur benutzt wird, darf jede Station Nachrichtenübertragungen beginnen. Symmetrische Übertragung ist beschränkt auf "End-End Konfiguration" oder "Mehrfach End-End Konfiguration" Symmetrische Übertragung kann in Voll-Duplex Übertragung angewendet werden.

U : unsymmetrisch,
Gemeinschaftsverkehr

Unsymmetrische Übertragung wird in SCADA Systemen verwendet, bei denen eine Master Station den Datenverkehr durch sequentielles Abfragen der Unterstationen steuert.
Die Master Station ist die Primärstation, die alle Nachrichtenübertragungen veranlasst, während Sekundärstationen ( Slaves ) nur übertragen dürfen, wenn sie aufgerufen sind.
Die unsymmetrische Übertragung kann generell verwendet, muss aber bei "Gemeinschaftsverkehr Konfiguration" angewendet werden.

 


SINAUT ST7 : Simulation

 

SINAUT ST7 : RTI ( Master )-Simulation

 

LIAN 98 simuliert im Gemeinschaftsverkehr ( unsymmetrisch ) eine Zentrale und kann mit bis zu 32 angeschlossenen Unterstationen gleichzeitig kommunizieren.

 

 

Stationsnummer
( Adresse der Zielstation )

Alle zu sendenden Telegramme werden während der Master Simulation mit der Stationsnummer aus der SIM-Liste versehen.

Ausgenommen bei unsymmetrischer Übertragung :

. Enthält ein Telegramm im TDB Puffer die Stationsnummer 255 (1 Byte-Adresse) für einen 'AN ALLE' Befehl, so wird das Telegramm unverändert mit der bereits eingetragenen Adresse gesendet.

. Ist im Telegramm eine Stationsnummer aus der Scan-Liste eingetragen, so wird das Telegramm unverändert mit der bereits eingetragenen Adresse gesendet.

Ziel TLN Nummer

 

Quell TLN Nummer

 

Wartezeit auf Quittung

1 - 30 000 msec

Es ist ein festes Zeitüberwachungsintervall vorgesehen, das für wiederholte Übertragungen verwendet wird. Dieses Zeitüberwachungsintervall und die maximale Anzahl der Wiederholungen sind konfigurierbar und geeignete Werte sind vom Übertragungssystem abhängig.

Dieser Parameter bestimmt die Zeit in Millisekunden, die LIAN 98 als Zentrale maximal auf eine Quittung warten soll, bevor es die letzte Übertragung wiederholt.

Anzahl Telegrammwiederholungen

0 - 255

Mit diesem Parameter legt man fest, wie oft das Senden nach dem fehlen der Quittung wiederholt werden soll.

Aktiviere Zeitsynchronisation

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird LIAN 98 nach dem Initialisieren der Kommunikation als erstes einen Uhrzeit-Synchronisationsbefehl senden und gegebenenfalls zyklisch ( Zeit SYNC Zyklus ) wiederholen.

Zeit SYNC Zyklus

1 - 1440 Minuten

Abhängig von dieser Zeit wird LIAN 98 als Masterstation den Uhrzeit-Synchronisationsbefehl immer wieder senden.

Zeit SYNC Befehl

Nummer des TDB Puffers in dem das organisatorische Telegramm ( ORG 256 ) gespeichert ist.

Rechnerzeit verwenden

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird vor dem Senden in den Uhrzeit-Synchronisationsbefehl ( ORG 256 ) die Systemzeit des PC's eingetragen. Anderenfalls bleibt das Telegramm unverändert, wie es zuvor vom Anwender editiert wurde.

Aktiviere Generalabfrage

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird LIAN 98 nach dem Initialisieren der Kommunikation einen General-Abfragebefehl senden und gegebenenfalls zyklisch ( GA Zykluszeit ) wiederholen.

GA Zykluszeit

1 - 1440 Minuten

Abhängig von dieser Zeit wird LIAN 98 als Masterstation den General-Abfragebefehl immer wieder senden.

GA Befehl

Nummer des TDB Puffers in dem das organisatorische Telegramm ( ORG 0 ) gespeichert ist.

 

 

Scan-Adressen einfügen
Anzahl Adressen
entfernen
einfügen

Unsymmetrisch : ( Gemeinschaftsverkehr )
In der Scan-Liste werden alle Stationen eingetragen, die an dieser Linie bearbeitet werden sollen. LIAN 98 stellt die Verbindung mit all diesen Stationen ( max. 32 Stationen ) her und fragt anschliessend die Anwenderdaten von diesen Stationen ab.

Zum Eintagen der Adressen gehen Sie wie folgt vor :

"Scan-Adresse einfügen" aktivieren ( Button "einfügen" erscheint ).
In den Feldern "Stationsnummer" / "Ziel-TLN-Nr." die einzutragende Station angeben.
Mit "einfügen" die Adressen in die Scan-Liste übernehmen.
Nachdem alle Stationen eingetragen sind, "Scan Adresse einfügen" wieder deaktivieren ( Button "einfügen" verschwindet ).

Zum Löschen die Station in der Liste auswählen und auf "entfernen" klicken.

Automatischen Scan sperren

Unsymmetrisch : ja / nein

Nachdem der Verbindungsaufbau mit der Unterstation abgeschlossen ist, beginnt LIAN 98 automatisch mit dem Abfragen der Anwenderdaten ( Aufruf ). Sollte das nicht gewünscht sein, kann der Aufruf hier deaktiviert werden.

Aufruf

Unsymmetrisch :
Nummer des TDB Puffers in dem das Aufruftelegramm gespeichert ist.

Scan delay

Unsymmetrisch : 0 - 30 000 msec

Dieser Parameter bestimmt die Zeit, die LIAN 98 das Senden des nächsten Aufruftelegramm verzögert.

 

 

Quittung

Unsymmetrisch :
Nummer des TDB Puffers in dem Quittung von der Zentralstation ( A2H ) gespeichert ist.

 

SINAUT ST7 : RTU ( Slave )-Simulation

 

 

Stationsnummer

Alle zu sendenden Telegramme werden während der Slave Simulation mit der Stationsnummer aus der SIM-Liste versehen.

Quell TLN Nummer

Alle zu sendenden Telegramme werden während der Slave Simulation mit der Quell TLN Nummer aus der SIM-Liste versehen.

Ziel TLN Nummer

Alle zu sendenden Telegramme werden während der Slave Simulation mit der Ziel TLN Nummer aus der SIM-Liste versehen.

Wartezeit auf Quittung

Symmetrisch : 1 - 30 000 msec

Es ist ein festes Zeitüberwachungsintervall vorgesehen, das für wiederholte Übertragungen verwendet wird. Dieses Zeitüberwachungsintervall und die maximale Anzahl der Wiederholungen sind konfigurierbar und geeignete Werte sind vom Übertragungssystem abhängig.

Dieser Parameter bestimmt die Zeit in Millisekunden, die LIAN 98 als Unterstation ( nur symmetrisch ) maximal auf eine Quittung warten soll, bevor es die letzte Übertragung wiederholt.

Anzahl Telegrammwiederholungen

Symmetrisch : 0 - 255

Mit diesem Parameter legt man fest, wie oft das Senden nach dem Fehlen der Quittung ( nur symmetrisch ) wiederholt werden soll.

Aktiviere Zeitsynchronisation

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird in der "Bestätigung der Aktivierung" auf den Uhrzeit-Synchronisationsbefehl die aktuelle Systemzeit des PC's zurückgegeben. Andernfalls wird die empfangene Uhrzeit nur gespiegelt.

Rechnerzeit aktualisieren

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird beim Empfangen eines Uhrzeit-Synchronisationsbefehls ( ORG 256 ) auch die Systemzeit des PC's mit den empfangenen Werten aktualisiert.

Zeitkorrektur
( für Systemzeit des PC's )

0 - 9 999 msec ( Telegramm-Laufzeitkorrektur )

Für das Einstellen der Systemzeit des PC's mit einem Uhrzeit-Synchronisationsbefehl kann hier ein Korrektur-Wert angegeben werden, der auf den aktuellen Wert im Synchronisationsbefehl aufaddiert wird.

Zeit SYNC Befehl

Nummer des TDB Puffers in dem das organisatorische Telegramm ( ORG 256 ) gespeichert ist.

Rechnerzeit verwenden

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird vor dem Senden in den Zeitstempel des Telegramms die Systemzeit des PC's eingetragen. Anderenfalls bleibt das Telegramm unverändert, wie es zuvor vom Anwender editiert wurde.

 

 

Quittung

Unsymmetrisch :
Nummer des TDB Puffers in dem Quittung von der Unterstation ( E5H ) gespeichert ist.

 

SINAUT ST7 : Simulationsablauf

 

Simulation der Kommunikationsdienste :

 

Stationsinitialisierung

 

Datenerfassung durch zyklisches Abfragen
( unsymmetrisch )

 

 

Simulation der Anwendungsfunktionen :

 

Zyklische Datenübertragung

 

Ereigniserfassung
( unsymmetrisch )

 

Generalabfrage

Die Generalabfrage wird benutzt, um die überwachende Station nach der Initialisierungsprozedur zu aktualisieren oder wenn durch die überwachende Station ein Informationsverlust festgestellt wird.

Die Generalabfrage-Funktion der überwachenden Station fordert die überwachte Station auf, die aktuellen Werte aller ihrer Prozessvariablen zu übertragen. Die Abfrageprozedur ist beendet, wenn die überwachende Station die Nachricht "Ende der Generalabfrage" erhält.

Uhrzeitsynchronisation

Uhrzeiten von überwachten Stationen werden am Anfang durch die überwachende Station nach der Initialisierung und danach in zeitlichen Abständen immer wieder synchronisiert.

Befehlsübertragung

 

 


SINAUT ST7 : Vorfilter/ Vortrigger

 

Bei der Filter- oder Trigger-Eingabe muss unbedingt ein Startbyte ( 10H oder 68H ) angeben werden. Mit dem Startbyte wird festgelegt, ob die Filter-Definition für ein Telegramm mit fester Länge oder ein Telegramm mit variabler Länge gültig ist.

 

SINAUT ST7 : Empfangsfilter

 

Empfangsfilter dienen dazu, die Aufzeichnung auf bestimmte, vorher genau definierte Datensätze zu beschränken. Bei einer entsprechenden Filterwahl wird eine gezielte Datenvorauswahl erreicht, wodurch bereits bei der Aufzeichnung eine Datenreduktion für die spätere Analyse erzielt wird.

 

 

Filter freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Filter vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Filtermaske

Hier lässt sich die Auswertung nach telegramm-spezifischen Merkmalen filtern, wobei mehrere ODER- verknüpfte Filtermasken für einen Kanal bestimmt werden können.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 

SINAUT ST7 : Aktionsfilter

 

Für die Simulation bzw. die Durchführung von Datentests lassen sich beim Empfang bestimmter Sätze Sendeaktionen auslösen. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit, Aktionsfilter zu definieren, die eine Sendefolge starten bzw. einen oder mehrere Telegrammpuffer ( TDB ) senden.

 

 

Aktionsfilter freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Aktionsfilter vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Filtermaske

Der Aktionsfilter wird über telegramm-spezifische Merkmale, entsprechend einer Filtereinstellung, beschrieben. Zusätzlich muss zu jedem Aktionsfilter eine Zuweisung zu einem Sendepuffer oder alternativ zu einer Sendesequenz erfolgen.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
Sendepuffernummer
( von, von/ bis )

Bei Übereinstimmung mit dem Aktionsfilter wird der Telegrammpuffer "von" bzw. die Telegrammpuffer "von - bis" gesendet.

Sequenz-Zeilennummer
( von, von/ bis )

Bei Übereinstimmung mit dem Aktionsfilter wird die Sendesequenz bei der Zeilennummer "von" gestartet, bzw. eine Teil-Sequenz bei der Zeilennummer "von" gestartet und bei Zeilennummer "bis" beendet.

hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 

SINAUT ST7 : Start Trigger

 

Beim Empfang eines als Starttrigger definierten Telegramms wird die Aufzeichnung gestartet.

 

 

Start Trigger freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Trigger vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Triggermaske

Hier lassen sich für die Auswertung telegramm-spezifische Start Trigger definieren, wobei mehrere ODER-verknüpfte Trigger für einen Kanal bestimmt werden können.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 

SINAUT ST7 : Stopp Trigger

 

Mit Hilfe eines telegramm-spezifischen Stopptriggers und/ oder mit "Stopp bei Fehler" wird die Aufzeichnung nach einer bestimmten Anzahl nachfolgender Empfangssätze beendet. Die Anzahl wird mit dem Feld "Sätze nach Stopp bei Fehler/ Stopptrigger" in den globalen VFL-Einstellungen festgelegt.

 

 

Stopp Trigger freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Trigger vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Triggermaske

Hier lassen sich für die Auswertung telegramm-spezifische Stopp Trigger definieren, wobei mehrere ODER-verknüpfte Trigger für einen Kanal bestimmt werden können.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 


Jede Änderungen in den Filtern wird durch einen Stern * in der Titelleiste angezeigt und ist erst nach dem Speichern wirksam.

 


SINAUT ST7 : Telegrammausgabeformat

 

Die gesendeten bzw. empfangenen Sätze aller Kanäle werden binär in der sogenannten Archivdatei abgelegt. Vor der Ausgabe werden sie in Klartext übersetzt und auf dem Bildschirm dargestellt, wobei das Ausgabeformat für jeden Kanal getrennt eingestellt wird. Um die Ausgabe zu optimieren kann zwischen fünf verschiedenen Klartext-Einstellungen gewählt werden.
( siehe "FMT File - Ausgabeformat" )

 

 

Klartext-Format 1

Alles anzeigen : Telegramm-Header, Objektnummer und Informationselemente

 

Klartext-Format 2

Alles ohne Telegramm-Header anzeigen : Objektnummer und Informationselemente

 

Klartext-Format 3

Alles ohne Telegramm-Header und Objektnummer anzeigen : Nur Informationselemente

 

Klartext-Format 4

Alles ohne Objektnummer und Informationselemente anzeigen : Nur Telegramm-Header

 

Klartext-Format 5

Alles ohne Informationselemente anzeigen : Nur Telegramm-Header und Objektnummer

 

Falls so gewünscht, kann man sich zusätzlich zur Klartext-Ausgabe die Übertragungsdaten in hexadezimal, dezimal, ASCII, binär ( LSB first ) oder binär ( MSB first ) anzeigen lassen. Selbstverständlich kann die Klartext-Ausgabe auch deaktiviert werden um z.B. die Übertragungsdaten nur hexadezimal darzustellen.

 


SINAUT ST7 : Fehlermeldungen

 

Fehlerprüfung beim Empfangen

 

pro Zeichen

das Start Bit, das Stopp Bit und die Parität.

pro Telegramm

das Startzeichen, die Telegrammprüfsumme und das Ende Zeichen, die Länge ( 2 Bytes ) und das 2. Startzeichen bei Telegrammen mit variabler Länge.

 

*** TimeOut !

Während der Telegrammübertragung dürfen zwischen den einzelnen Zeichen keine grossen Pausen entstehen. Beim Auftreten eines Timeouts wird davon ausgegangen, dass es sich um das Telegrammende handelt und die Telegrammprüfung gestartet. Die Empfindlichkeit wird in der Konfiguration parametriert ( Timeout ).
Normalerweise ist ein Timeout kein Fehler, aber er wird im Rahmen eines Serien-Fehlers zur besseren Analyse der fehlerhaften Übertragungsstrecke zusammen mit dem ursprünglichen Fehler ins PRO File eingetragen.

*F: COM-PORT !

Fehler beim Schreiben auf das COM Port. Möglicherweise ist es durch ein anderes Programm bereits belegt.

*F: Länge !

Die Telegrammlänge ist falsch.

*F: Format !

Die Längen- oder die Startzeichenwiederholung ( 68H ) ist falsch, oder das Stopp-Byte ( 16H ) ist nicht an der richtigen Position.

*F: Prüfsumme !

Die Telegrammprüfsumme im Prüfbyte stimmt nicht.

*F: SYNC !

Die Empfangsroutine sucht beim Aufsetzen nach 68H, 10H, E5H oder A2H. Jedes andere Zeichen wird als Synchronisationsfehler vermerkt und nur ins PRO File eingetragen.

*F: Überlauf !

Fehlermeldung vom UART. Der Fehler wird nur im PRO File vermerkt.

*F: Parität !

Fehlermeldung vom UART. Der Fehler wird nur im PRO File vermerkt.

*F: Start/ Stopp !

Fehlermeldung vom UART. Der Fehler wird nur im PRO File vermerkt.

 

Fehlerprüfung während der Simulation

 

*F: DIR-Bit !

Richtungsbit hat falschen Wert.

*F: unerwartet !

Es erfolgte eine Rückmeldung, die zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet wurde.

*F: Link Adresse !

Die empfangene Stationsnummer ist falsch oder der Eintrag in der SIM Liste stimmt nicht.

*F: ASDU Adresse !

Die empfangene TLN Nummer ist falsch oder der Eintrag in der SIM Liste stimmt nicht.

*F: Sequenz !

Der Telegrammzähler ( TZ ) im Telegramm ist falsch.

*F: TypeID !

Die verwendete TypeID ist nicht vorgesehen.
( sh. Protokoll spezifische Parameter : PAR File )

 


SINAUT ST7 : Parameterliste

 

SINAUT ST7 : TypeID-Zuordnungsliste

Leider ist der Informationstyp in eimem ST7-Telegramm nicht erkennbar. Im Prozess-System wird er bei der Datenerfassung durch Teilnehmer- und Objekt-Nummer zugeordnet. Um in LIAN 98 die einzelnen Informationen ( Meldungen, Messwert, ... ) nicht nur generell hexadezimal sondern in einem leicht lesbaren Klartext darzustellen, wurde für jeden Daten-Typ intern eine eindeutige TypeID festgelegt. Mit Hilfe der Parameterliste wird nun den Objekten einzelner Teilnehmer die entsprechende TypeID zugeordnet. Organisatorische Telegramme sind eindeutig und müssen in der Liste nicht angegeben werden.

 

 

Zeile

Zeilennummer : ( 1 ... 512 )

TLN von

Teilnehmernummer von : Die Zuordnung ist für diese Teilnehmernummer gültig, falls der Parameter "TLN bis" nicht angegeben wurde. Anderenfalls gilt die Zuordnungsliste für alle Teilnehmernummer aus dem angegebenen Bereich.

TLN bis

Teilnehmernummer bis : Falls dieser Parameter angegeben ist, ist die Zuordnungsliste für den gesamten Teilnehmerbereich gültig.

OBJ von

Objektnummer von : Die Zuordnung ist für diese Objektnummer gültig, falls der Parameter "OBJ bis" nicht angegeben wurde. Anderenfalls gilt die Zuordnung für alle Objektnummern in dem angegebenen Bereich.

OBJ bis

Objektnummer bis : Falls dieser Parameter angegeben ist, ist die Zuordnung für den gesamten Objektnummernbereich gültig.

TypeID

Informationstyp : Typ-Identifikationsnummer für die Prozessinformation in Steuer- oder Überwachungsrichtung.

 

Der Auslieferungszustand der Liste ist nur als Beispiel zu sehen und muss selbstverständlich noch an Ihre Anlage angepasst werden. Die Festlegung der Telegrammtyp-Nummern finden Sie im Abschnitt <Telegramm-Struktur>.

 


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Handbuch LIAN 98


LIAN 98 Protocol Router, Simulator and Analyzer
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