4.4.1 Protokoll : ABB RP 570/ RP 571


 

Telegrammstruktur

Das Protokoll RP 570/ 571 verwendet die Formatkasse FT 1.2 nach dem IEC 60870-1-1 Standard.

 

Information zum Aufbau des Telegramms siehe
<RP 570/ 571 : Telegrammstruktur>

 


RP 570/ 571 : Konfiguration

 

 

Über den unteren Button ( Kanal 1 ...12 ) sind folgende Einstellungen möglich :

 

Die einzelnen Zeichen bestehen aus einem Start-Bit ( binär = 0 ), 8 Informationsbits, einem Paritätsbit ( normalerweise gerade ) und einem Stopp-Bit ( binär = 1 ).

 

Schnittstelle

Jedem Kanal kann eine beliebige COM-Schnittstelle ( COM 1 bis COM 24 ) zugeordnet werden.

Modem

Für jeden Kanal kann ein eigenes Modem installiert und angeschlossen sein. LIAN 98 bearbeitet bis zu zwölf Modems gleichzeitig im Bereich von COM1 bis COM24. Es wird das Modem angezeigt, welches dem eingestellten COM-Port zugeordnet ist. Normalerweise kennt LIAN 98 diese Zuordnung und stellt selbst das richtige Modem ein.

Setup Modem

Einstellungen für das Modem müssen generell über die WINDOWS Systemsteuerung "Telefon und Modemoptionen" durchgeführt werden. Über diesen Button kann man die Modem-Einstellungen nochmals überprüfen, ob sie mit der LIAN 98 Konfiguration übereinstimmen.

Verbindungsart
Vollduplex :

Achtung, für die Aufzeichnung ( Mithörbetrieb ) sollte immer Vollduplex eingestellt sein !

Die meisten Modems sind vollduplex und können Daten gleichzeitig in beide Richtungen übertragen. DTE ( LIAN 98 ) und DCE ( Modem ) arbeiten also simultan als Sender und Empfänger. Keiner der beiden Sender muss auf eine Sendefreigabe durch den Partner warten. Die Signale RTS und CTS sind also ohne Bedeutung. LIAN 98 setzt zwar die Signale RTS und DTR auf 1 solange es sende- und empfangsbereit ist, wertet dabei aber die Signale CTS und DSR nicht aus.

Halbduplex :

Bei der Halbduplexverbindung können sowohl DTE ( LIAN 98 ) als auch DCE ( Modem ) als Sender und Empfänger arbeiten, wobei nur eine einzige Datenleitung ( 2-Drahtverbindung ) zur Verfügung steht, die nur abwechselnd zum Senden oder Empfangen benutzt werden kann. Zur Verteilung der Rollen als Sender oder Empfänger dienen die Steuersignale RTS und CTS. Wenn LIAN 98 als Sender arbeiten möchte, aktiviert es das Signal RTS und wartet auf die Bestätigung über das Signal CTS vom Modem. Erhält LIAN 98 das Signal CTS werden die Daten gesendet und anschliessend das RTS-Signal zurückgenommen. In allen anderen Fällen abeitet LIAN 98 ausschliesslich als Empfänger.

Solange die LIAN 98 Software sende- und empfangsbereit ist setzt es das Signal DTR aktiv um dem Modem die Betriebsbereitschaft der DTE anzuzeigen, und erwartet ebenso vom Modem ein aktives DSR-Signal.

RTS-Vorlaufzeit

0 ... 1000 msec
Der Parameter ist nur für die Verbindunsart "halbduplex" von Bedeutung und wird durch das Einschwingverhalten der verwendeten Übertragungstechnik bestimmt.
Die RTS-Vorlaufzeit ist der Zeitraum von der Aktivierung des RTS-Signals bis zur Übertragung des ersten Zeichens und ist für Modems anwendbar die "kein CTS-Signal" zurückliefern. In diesem Fall, muss auch durch eine Lötbrücke im Monitor-Kabel das "RTS-Signal" über die "CTS-Leitung" zum PC zurückgeführt werden. Abhängig von dem verwendetem Modem ist es möglicherweise auch notwendig, zusätzlich den DTR-Pin mit dem DSR-Pin zu verbinden.
Diese Funktion ist deaktiviert, wenn die Vorlaufzeit und auch die Nachlaufzeit auf NULL gesetzt ist und somit die Steuersignale vom Modem ausgewertet werden.

RTS-Nachlaufzeit

0 ... 1000 msec
Der Parameter ist nur für die Verbindunsart "halbduplex" von Bedeutung und wird durch das Ausschwingverhalten der verwendeten Übertragungstechnik bestimmt.
Die RTS-Nachlaufzeit ist der Zeitraum nach der Übertragung des letzten Zeichens bis zum Löschen des RTS Signals.
Diese Funktion ist deaktiviert, wenn die Vorlaufzeit und auch die Nachlaufzeit auf NULL gesetzt ist.

 

Baudrate

Übertragungsgeschwindigkeit : 25 - 115200 Baud ( variabel )

Datenbyte

8 Bit ( fest )

Stopp Bit

1 Bit ( variabel )

Parität

gerade ( variabel )

Timeout

1 - 9999 msec ( variabel )

 

Übertragungsprozedur
U :
unsymmetrisch

Bei den RP570/ 571 Unterstationen wird nur die unsymmetrische Übertragung verwendet, bei denen der Master den Datenverkehr durch sequentielles Abfragen ( Aufrufbetrieb ) der Unterstationen steuert.
Die Master Station ist die Primärstation, die alle Nachrichtenübertragungen veranlasst, während Sekundärstationen ( Slaves ) nur übertragen dürfen, wenn sie aufgerufen sind.
Die unsymmetrische Übertragung kann generell verwendet, muss aber bei "Gemeinschaftsverkehr Konfiguration" angewendet werden.

 


RP 570/ 571 : Simulation

 

RP 570/ 571 : RTI ( Master )-Simulation

 

LIAN 98 simuliert einen MASTER und kann im Aufrufbetrieb ( unsymmetrisch ) mit bis zu 32 angeschlossenen Unterstationen gleichzeitig kommunizieren.

 

 

RTU-Nummer
( Adresse der Zielstation )

Alle zu sendenden Telegramme werden während der Master Simulation mit der Stationsadresse aus der SIM-Liste versehen. Enthält ein Telegramm im TDB Puffer eine Stationsnummer ungleich NULL, so wird das Telegramm unverändert mit der bereits eingetragenen Stationsnummer gesendet.

Wartezeit auf Quittung

1 - 30 000 msec

Es ist ein festes Zeitüberwachungsintervall vorgesehen, das für wiederholte Übertragungen verwendet wird. Dieses Zeitüberwachungsintervall und die maximale Anzahl der Wiederholungen sind konfigurierbar und geeignete Werte sind vom Übertragungssystem abhängig.

Dieser Parameter bestimmt die Zeit in Millisekunden, die LIAN 98 als Zentrale maximal auf eine Quittung warten soll, bevor es die letzte Übertragung wiederholt.

Anzahl Wiederholungen

0 - 255

Mit diesem Parameter legt man fest, wie oft das Senden eines Telegramms nach dem fehlen der Quittung wiederholt werden soll.

Stationsinitialisierung

ja / nein

Der Master synchronisiert nach dem Start seine Verbindung mit der Unterstation durch die Übertragung des Telegramms "Status Check Instruction" ( SCI ). Die Station antwortet im Normalfall mit einem "Execute Response" ( EXR ) oder nach einem Unterstationsanlauf mit einem "Execute Response, RTU restarted" ( EXRR ). Nach dem Empfang einer dieser Quittungen ist die Verbindung zur Unterstation aufgebaut.

Status Check Instruction

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Status Check Instruction/ Kommunikationsaufbau" ( Funktion 15, CMD-Bit = 1 ) gespeichert ist.

Aktiviere Zeitsynchronisation

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird LIAN 98 nach dem Initialisieren der Kommunikation als erstes einen "Time Sync Instruction" ( TSI ) senden und gegebenenfalls zyklisch in Abhängigkeit vom Parameter "Zeit SYNC Zyklus" wiederholen.

Zeit SYNC Zyklus

1 - 1440 Minuten

Abhängig von dieser Zeit wird LIAN 98 als Master den Uhrzeit-Synchronisationsbefehl zyklisch senden.

Zeit SYNC Befehl

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Time Sync Instruction" ( Funktion 12, CMD-Bit = 1 ) gespeichert ist.

Rechnerzeit verwenden

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird vor dem Senden der Telegramme die Systemzeit des PC's als Zeitmarke eingetragen. Anderenfalls bleibt das Telegramm unverändert, wie es zuvor vom Anwender editiert wurde.

Aktiviere Generalabfrage

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird LIAN 98 nach dem Initialisieren der Kommunikation einen General-Abfragebefehl senden und gegebenenfalls zyklisch in Abhängigkeit vom Parameter "GA Zykluszeit" wiederholen.

GA Zykluszeit

1 - 1440 Minuten

Abhängig von dieser Zeit wird LIAN 98 als Master den General-Abfragebefehl zyklisch senden.

GA Befehl

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Status Check Instruction/ Generalabfrage" ( Funktion 15, CMD-Bit = 1 ) gespeichert ist.

Scan-Adressen einfügen
Anzahl Adressen
entfernen
einfügen

Unsymmetrisch : ( Gemeinschaftsverkehr )
In der Scan-Liste werden alle Stationen eingetragen, die an dieser Linie bearbeitet werden sollen. LIAN 98 stellt die Verbindung mit all diesen Stationen ( max. 32 Stationen ) her und fragt anschliessend die Anwenderdaten von diesen Stationen ab.

Zum Eintagen der Adressen gehen Sie wie folgt vor :

"Scan-Adresse einfügen" aktivieren ( Button "einfügen" erscheint ).
In den Feldern "RTU-Nummer" die einzutragende Station angeben.
Mit "einfügen" die Stationsnummer in die Scan-Liste übernehmen.
Nachdem alle Stationen eingetragen sind, "Scan Adresse einfügen" wieder deaktivieren ( Button "einfügen" verschwindet ).

Zum Löschen die Station in der Liste auswählen und auf "entfernen" klicken.

Automatischen Scan sperren

Unsymmetrisch : ja / nein

Nachdem der Verbindungsaufbau mit der Unterstation abgeschlossen ist, beginnt LIAN 98 automatisch mit dem Abfragen der Anwenderdaten ( Priorität 2 ). Sollte das nicht gewünscht sein, kann das Abfragen hier deaktiviert werden.

Abfrage Daten mit Priorität 1

Unsymmetrisch :
Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Request A" ( Funktion 0, CMD-Bit = 1 ) gespeichert ist.

Abfrage Daten mit Priorität 2

Unsymmetrisch :
Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Request B" ( Funktion 8, CMD-Bit = 1 ) gespeichert ist.

Scan delay

Unsymmetrisch : 0 - 30 000 msec

Dieser Parameter bestimmt die Zeit, die das Programm LIAN 98 die nächste Abfrage Daten mit Priorität 2 verzögert.

Sende Befehl ausführen
( Execute command )

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird LIAN 98 während der Master Simulation nach dem Empfang der Quittung "Check Back Response" ( CBR : Funktion 10, CMD-Bit = 0 ) auf einen Anwahlbefehl "Check Back before Execute" ( CBXC : Funktion 5, CMD-Bit = 1 ) automatisch den Ausführungsbefehl "Execute Command" ( EXC : Funktion 13, CMD-Bit = 1 ) senden.

CBR Response Time-out

Dieser Parameter bestimmt die Zeit in Sekunden, die LIAN 98 als Master auf die Quittung "Check Back Response" ( CBR ) auf einen Anwahlbefehl ( CBXC ) warten soll, bevor der Schaltvorgang abgebrochen und die Meldung "*F: ACTCON fehlt !" abgesetzt wird.

 

RP 570/ 571 : RTU ( Slave )-Simulation

 

 

RTU-Nummer

Alle zu sendenden Telegramme werden während der Unterstationssimulation mit der RTU-Nummer aus der SIM-Liste versehen. Enthält ein Telegramm im TDB Puffer eine Nummer ungleich NULL, so wird das Telegramm unverändert mit der bereits eingetragenen RTU-Nummer gesendet.

Sende CCR1

ja / nein

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Cycle Complete Response, Priority 1" ( CCR1 : Funktion 0, CMD-Bit = 0 ) gespeichert ist.

Sende CCR2

ja / nein

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Cycle Complete Response, Priority 2" ( CCR2 : Funktion 1, CMD-Bit = 0 ) gespeichert ist.

Sende EXRR

ja / nein

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Execute Response, RTU restarted" ( EXRR : Funktion 2, CMD-Bit = 0 ) gespeichert ist.

Sende EXR

ja / nein

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Executed Response" ( EXR : Funktion 3, CMD-Bit = 0 ) gespeichert ist.

Sende NXR

ja / nein

Nummer des TDB Puffers in dem das Telegramm "Not Executed Response" ( NXR : Funktion 4, CMD-Bit = 0 ) gespeichert ist.

Sende CBR Response

ja / nein

Zweistufiger Prozessbefehl, Anwahlquittung "Check Back Response" ( CBR : Funktion 10, CMD-Bit = 0 )

Aktiviere Zeitsynchronisation

ja / nein

 

Rechnerzeit aktualisieren

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird beim Empfangen eines Zeitsynchronisationsbefehl "Time Sync Instruction" ( TSI : Funktion 12, CMD-Bit = 1 ) die Systemzeit des PC's mit den empfangenen Werten aktualisiert.

Zeitkorrektur
( für Systemzeit des PC's )

0 - 9 999 msec ( Telegramm-Laufzeitkorrektur )

Für das Einstellen der Systemzeit des PC's mit einem Zeitsynchronisationsbefehl kann hier ein Korrektur-Wert angegeben werden, der auf den aktuellen Wert im Synchronisationsbefehl aufaddiert wird.

Rechnerzeit verwenden

ja / nein

Ist der Parameter aktiviert, wird vor dem Senden der Telegramme die Systemzeit des PC's als Zeitmarke eingetragen. Anderenfalls bleibt das Telegramm unverändert, wie es zuvor vom Anwender editiert wurde.

 


RP 570/ 571 : Vorfilter/ Vortrigger

 

 

 

RP 570/ 571 : Empfangsfilter

 

Empfangsfilter dienen dazu, die Aufzeichnung auf bestimmte, vorher genau definierte Datensätze zu beschränken. Bei einer entsprechenden Filterwahl wird eine gezielte Datenvorauswahl erreicht, wodurch bereits bei der Aufzeichnung eine Datenreduktion für die spätere Analyse erzielt wird.

 

 

Filter freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Filter vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Filtermaske

Hier lässt sich die Auswertung nach telegramm-spezifischen Merkmalen filtern, wobei mehrere ODER- verknüpfte Filtermasken für einen Kanal bestimmt werden können.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 

RP 570/ 571 : Aktionsfilter

 

Für die Simulation bzw. die Durchführung von Datentests lassen sich beim Empfang bestimmter Sätze Sendeaktionen auslösen. Zu diesem Zweck besteht die Möglichkeit, Aktionsfilter zu definieren, die eine Sendefolge starten bzw. einen oder mehrere Telegrammpuffer ( TDB ) senden.

 

 

Aktionsfilter freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Aktionsfilter vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Filtermaske

Der Aktionsfilter wird über telegramm-spezifische Merkmale, entsprechend einer Filtereinstellung, beschrieben. Zusätzlich muss zu jedem Aktionsfilter eine Zuweisung zu einem Sendepuffer oder alternativ zu einer Sendesequenz erfolgen.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
Sendepuffernummer
( von, von/ bis )

Bei Übereinstimmung mit dem Aktionsfilter wird der Telegrammpuffer "von" bzw. die Telegrammpuffer "von - bis" gesendet.

Sequenz-Zeilennummer
( von, von/ bis )

Bei Übereinstimmung mit dem Aktionsfilter wird die Sendesequenz bei der Zeilennummer "von" gestartet, bzw. eine Teil-Sequenz bei der Zeilennummer "von" gestartet und bei Zeilennummer "bis" beendet.

hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 

RP 570/ 571 : Start Trigger

 

Beim Empfang eines als Starttrigger definierten Telegramms wird die Aufzeichnung gestartet.

 

 

Start Trigger freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Trigger vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Triggermaske

Hier lassen sich für die Auswertung telegramm-spezifische Start Trigger definieren, wobei mehrere ODER-verknüpfte Trigger für einen Kanal bestimmt werden können.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 

RP 570/ 571 : Stopp Trigger

 

Mit Hilfe eines telegramm-spezifischen Stopptriggers und/ oder mit "Stopp bei Fehler" wird die Aufzeichnung nach einer bestimmten Anzahl nachfolgender Empfangssätze beendet. Die Anzahl wird mit dem Feld "Sätze nach Stopp bei Fehler/ Stopptrigger" in den globalen VFL-Einstellungen festgelegt.

 

 

Stopp Trigger freigeben

ja / nein

Mit dieser Option können für einen Kanal bereits eingestellte Trigger vorübergehend deaktiviert werden ohne diese zu löschen.

protokoll-spezifische Triggermaske

Hier lassen sich für die Auswertung telegramm-spezifische Stopp Trigger definieren, wobei mehrere ODER-verknüpfte Trigger für einen Kanal bestimmt werden können.

= Es werden nur Werte gleich 'von' durchgelassen.
# Es werden nur Werte ungleich 'von' durchgelassen.
< Es werden nur Werte kleiner 'von' durchgelassen.
> Es werden nur Werte grösser 'von' durchgelassen.
b Der Bereich wird durch 'von' und 'bis' definiert.
hinzufügen Fügt das nächste ODER-Element hinzu.
entfernen Entfernt das aktuelle Oder-Element.

 


Jede Änderungen in den Filtern wird durch einen Stern * in der Titelleiste angezeigt und ist erst nach dem Speichern wirksam.

 


RP 570/ 571 : Telegrammausgabeformat

 

Die gesendeten bzw. empfangenen Sätze aller Kanäle werden binär in der sogenannten Archivdatei abgelegt. Vor der Ausgabe werden sie in Klartext übersetzt und auf dem Bildschirm dargestellt, wobei das Ausgabeformat für jeden Kanal getrennt eingestellt wird. Um die Ausgabe zu optimieren kann zwischen fünf verschiedenen Klartext-Einstellungen gewählt werden.
( siehe "FMT File - Ausgabeformat" )

 

 

Klartext-Format 1

Alles anzeigen : Telegramm-Header, Telegrammnummer und Informationselemente

 

Klartext-Format 2, 3

Alles ohne Telegramm-Header anzeigen : Nur Informationselemente

 

Klartext-Format 4, 5

Alles ohne Informationselemente anzeigen : Nur Telegramm-Header

 

Falls so gewünscht, kann man sich zusätzlich zur Klartext-Ausgabe die Übertragungsdaten in hexadezimal, dezimal, ASCII, binär ( LSB first ) oder binär ( MSB first ) anzeigen lassen. Selbstverständlich kann die Klartext-Ausgabe auch deaktiviert werden um z.B. die Übertragungsdaten nur hexadezimal darzustellen.

 


RP 570/ 571 : Fehlermeldungen

 

Fehlerprüfung beim Empfangen

 

pro Zeichen

das Start Bit, das Stopp Bit und die Parität.

pro Telegramm

das Startzeichen, die Telegrammprüfsumme und das Ende Zeichen, die Länge ( 2 Bytes ) und das 2. Startzeichen bei Telegrammen mit variabler Länge.

 

*** TimeOut !

Während der Telegrammübertragung dürfen zwischen den einzelnen Zeichen keine grossen Pausen entstehen. Beim Auftreten eines Timeouts wird davon ausgegangen, dass es sich um das Telegrammende handelt und die Telegrammprüfung gestartet. Die Empfindlichkeit wird in der Konfiguration parametriert ( Timeout ).
Normalerweise ist ein Timeout kein Fehler, aber er wird im Rahmen eines Serien-Fehlers zur besseren Analyse der fehlerhaften Übertragungsstrecke zusammen mit dem ursprünglichen Fehler ins PRO File eingetragen.

*F: COM-PORT !

Fehler beim Schreiben auf das COM Port. Möglicherweise ist es durch ein anderes Programm bereits belegt.

*F: Länge !

Die Telegrammlänge ist falsch.

*F: Format !

Die Längen- oder die Startzeichenwiederholung ( 68H ) ist falsch, oder das Stopp-Byte ( 16H ) ist nicht an der richtigen Position.

*F: Prüfsumme !

Die Telegrammprüfsumme im Prüfbyte stimmt nicht.

*F: SYNC !

Die Empfangsroutine sucht beim Aufsetzen nach 68H oder 10H. Jedes andere Zeichen führt zu einem Synchronisationsfehler und wird nur ins PRO File eingetragen.

*F: Überlauf !

Fehlermeldung vom UART. Der Fehler wird nur im PRO File vermerkt.

*F: Parität !

Fehlermeldung vom UART. Der Fehler wird nur im PRO File vermerkt.

*F: Start/ Stopp !

Fehlermeldung vom UART. Der Fehler wird nur im PRO File vermerkt.

 

Fehlerprüfung während der Simulation

 

*F: unerwartet !

Es erfolgte eine Rückmeldung, die zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet wurde.

*F: Link Adresse !

Die empfangene Stationsnummer ist falsch oder der Eintrag in der SIM Liste stimmt nicht.

*F: Sequenz !

Die Sequenznummer ( SEQ ) im Steuerrichtungstelegramm entspricht nicht der SEQ die von LIAN 98 erwartet wurde. Diese Fehlermeldung kann anfangs nach dem Einschalten der Simulation auftreten, wenn die Sequenznummer der Zentrale mit der Unterstation noch nicht synchron ist. Anschliessend übernimmt LIAN 98 während der Unterstationssimulation die neue SEQ aus dem Steuerrichtungstelegramm und erwartet im nächsten Telegramm eine um eins erhöhte Sequenznummer.

 


RP 570/ 571 : Parameterliste

 

Die Parameterliste wird für das Protokoll ABB RP570/ RP571 nicht verwendet.

 

 


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Handbuch LIAN 98


LIAN 98 Protocol Router, Simulator and Analyzer
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